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	<title>Kommentare zu: Schützt meine Leistung!</title>
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	<description>Michalis Pantelouris über das Drucken von Wörtern und Bildern auf Papier für Geld</description>
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		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-758</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 08:52:13 +0000</pubDate>
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		<description>Für mich sind ehrlich gesagt sogar Komponisten Musiker.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich sind ehrlich gesagt sogar Komponisten Musiker.</p>
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		<title>Von: Jeeves</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-757</link>
		<dc:creator>Jeeves</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 08:08:10 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;denn natürlich machen Musiker mehr Geld durch Konzerte und CD-Verkäufe als durch die GEMA-Gebühren. &quot;
An solch unklarer Aussage bemerkt man erneut, dass der Autor - wie viele, die gegen das Urheberrecht wettern - wenig Ahnung hat. Denn: 
&quot;GEMA-&quot;Gebühren werden nicht an &quot;Musiker&quot; ausgezahlt sondern nur an Komponisten, Texter und deren Musikverlage (Obacht, um noch einen beliebten Irrtum vieler Journalisten zu korrigieren: das sind nicht die Plattenfirmen). 
Komponisten können auch gleichzeitig  die ausübenden Musiker sein, müssen es aber nicht. 
Die Musiker, die die CDs einspielen, die dann verkauft werden, sind Interpreten (und die wiederum können von der GVL Gelder erhalten wenn diese CDs im Radio etc. gespielt werden).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;denn natürlich machen Musiker mehr Geld durch Konzerte und CD-Verkäufe als durch die GEMA-Gebühren. &#8221;<br />
An solch unklarer Aussage bemerkt man erneut, dass der Autor &#8211; wie viele, die gegen das Urheberrecht wettern &#8211; wenig Ahnung hat. Denn:<br />
&#8220;GEMA-&#8221;Gebühren werden nicht an &#8220;Musiker&#8221; ausgezahlt sondern nur an Komponisten, Texter und deren Musikverlage (Obacht, um noch einen beliebten Irrtum vieler Journalisten zu korrigieren: das sind nicht die Plattenfirmen).<br />
Komponisten können auch gleichzeitig  die ausübenden Musiker sein, müssen es aber nicht.<br />
Die Musiker, die die CDs einspielen, die dann verkauft werden, sind Interpreten (und die wiederum können von der GVL Gelder erhalten wenn diese CDs im Radio etc. gespielt werden).</p>
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		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-746</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 16:03:48 +0000</pubDate>
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		<description>@Stephan: Vielen Dank für den Hinweis, aber ich glaube, das ist weniger ein Problem des Page-Ranks als der Leser, die lieber auf solche Beiträge klicken, oder? Ich würde nicht auf dem real existierenden Google-Page-Rank bestehen wollen, da bin ich vollkommen emotionslos, aber im Prinzip besteht es aus einer Kombination aus Links, die auf die Seite verweisen (gewichtet wiederum nach dem PR der verweisenden Seite, s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/PageRank). Ich bin da nicht sonderlich bewandert, aber offenbar spielen auch der Traffic und die Tatsache, das eine Seite regelmäßig bearbeitet wird eine Rolle (so sollte es wohl auch sein). Kann die Praxis mit den Sex-Überschriften möglicherweise auch ein bizarr anmutende Form der falsch verstandenen Suchmaschinenoptimierung gewesen sein? Denn auf den Page-Rank hatte sie wohl eher keinen Einfluss (sonst gäbe es wohl auch ein paar Pornoseiten mit gigantischem PR und Spiegel Online läge nicht vor Bild.de …)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stephan: Vielen Dank für den Hinweis, aber ich glaube, das ist weniger ein Problem des Page-Ranks als der Leser, die lieber auf solche Beiträge klicken, oder? Ich würde nicht auf dem real existierenden Google-Page-Rank bestehen wollen, da bin ich vollkommen emotionslos, aber im Prinzip besteht es aus einer Kombination aus Links, die auf die Seite verweisen (gewichtet wiederum nach dem PR der verweisenden Seite, s.a. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PageRank)" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/PageRank)</a>. Ich bin da nicht sonderlich bewandert, aber offenbar spielen auch der Traffic und die Tatsache, das eine Seite regelmäßig bearbeitet wird eine Rolle (so sollte es wohl auch sein). Kann die Praxis mit den Sex-Überschriften möglicherweise auch ein bizarr anmutende Form der falsch verstandenen Suchmaschinenoptimierung gewesen sein? Denn auf den Page-Rank hatte sie wohl eher keinen Einfluss (sonst gäbe es wohl auch ein paar Pornoseiten mit gigantischem PR und Spiegel Online läge nicht vor Bild.de …)</p>
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		<title>Von: Stephan Zimprich</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-745</link>
		<dc:creator>Stephan Zimprich</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 15:53:34 +0000</pubDate>
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		<description>Mit der Qualifikation der Beiträge nach einem Page-Rank-System habe ich so meine Probleme. Ein hoher Pagerank sagt vor allem eins aus: Im Titel kommen Schlüsselworte wie &quot;Sex&quot;, &quot;Skandal&quot; oder &quot;Nackt&quot; vor. Ich habe lange in der Online-Redaktion einer Hamburger Wirtschaftszeitung gearbeitet, und sogar bei diesem ja nicht über die Maßen boulevardesken Medium konnte man an den Klickzahlen recht eindeutig ablesen, dass der durchschnittliche Leser nicht die qualitativ hochwertigen Stücke (ja, es gab welche) mit seiner Aufmerksamkeit belohnte, sondern diejenigen, die mit oben genannten Mitteln um Aufmerksamkeit buhlten. Entsprechend dürften Medien ihre Angebote Pagerank-optimieren, wenn so ein System etabliert wird - mit der hässlichen Folge, dass nicht Qualitätsjournalismus finanziert wird, sondern Tittenüberschriften.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Qualifikation der Beiträge nach einem Page-Rank-System habe ich so meine Probleme. Ein hoher Pagerank sagt vor allem eins aus: Im Titel kommen Schlüsselworte wie &#8220;Sex&#8221;, &#8220;Skandal&#8221; oder &#8220;Nackt&#8221; vor. Ich habe lange in der Online-Redaktion einer Hamburger Wirtschaftszeitung gearbeitet, und sogar bei diesem ja nicht über die Maßen boulevardesken Medium konnte man an den Klickzahlen recht eindeutig ablesen, dass der durchschnittliche Leser nicht die qualitativ hochwertigen Stücke (ja, es gab welche) mit seiner Aufmerksamkeit belohnte, sondern diejenigen, die mit oben genannten Mitteln um Aufmerksamkeit buhlten. Entsprechend dürften Medien ihre Angebote Pagerank-optimieren, wenn so ein System etabliert wird &#8211; mit der hässlichen Folge, dass nicht Qualitätsjournalismus finanziert wird, sondern Tittenüberschriften.</p>
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	<item>
		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-652</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 16:36:48 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe/r M. Boettcher, das oben ist der Versuch das im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien (die ich beide nicht gewählt habe) so zu gestalten, das es am wenigsten Schaden anrichtet. Ihre Position finden Sie auf dieser Seite an hunderttausend Stellen und ich bin völlig ihrer Meinung – nur scheint es so, als wären wir beide mit unseren Überzeugungen zu spät und die Regierung bereit, angesichts des Drucks der versammelten &quot;Dinosaurier&quot; deren Forderungen Gesetz werden zu lassen. Ich fürchte, darauf müssen wir uns einstellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r M. Boettcher, das oben ist der Versuch das im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien (die ich beide nicht gewählt habe) so zu gestalten, das es am wenigsten Schaden anrichtet. Ihre Position finden Sie auf dieser Seite an hunderttausend Stellen und ich bin völlig ihrer Meinung – nur scheint es so, als wären wir beide mit unseren Überzeugungen zu spät und die Regierung bereit, angesichts des Drucks der versammelten &#8220;Dinosaurier&#8221; deren Forderungen Gesetz werden zu lassen. Ich fürchte, darauf müssen wir uns einstellen.</p>
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	<item>
		<title>Von: M. Boettcher</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-651</link>
		<dc:creator>M. Boettcher</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 16:30:21 +0000</pubDate>
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		<description>Das oben beschriebene Modell ist der Versuch GEZ für elektonische &quot;Print&quot;-Produkte zu verlangen und Dinosaurier Geschäftsmodelle zu honorieren.  Wenn es eines Schutzes von Verlagsleistungen im Internet bedarf, dann mögen die Verlage Zugangskontrollen für Paid-Content einrichten und die Suchmaschinen via robots-.txt aussperren. Derzeit läuft ers anders herum. Die Verlage bedienen sich nämlich einer ekelhaften Doppelmoral, wie sich aktuell am Beispiel des Hamburger Abendblattes besehen lässt: Nutzer sollen für das HA im Internet zahlen, den &quot;bösen&quot; Googlebot aber lässt man ohne dies auf die Seiten. Das HA scheint den Nutzen der Suchmaschinenindexierung also höher zu werten als sonstige Äußerungen gegen Google vermuten lassen. Fragt sich also, wer da von wem profitiert. Im Ergebnis sieht der Google-Nutzer die Artikel ohne zu zahlen, nur von Deppen wird folglich kassiert, und am Ende steigt dadurch die Bedeutung von Suchmaschinen noch an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das oben beschriebene Modell ist der Versuch GEZ für elektonische &#8220;Print&#8221;-Produkte zu verlangen und Dinosaurier Geschäftsmodelle zu honorieren.  Wenn es eines Schutzes von Verlagsleistungen im Internet bedarf, dann mögen die Verlage Zugangskontrollen für Paid-Content einrichten und die Suchmaschinen via robots-.txt aussperren. Derzeit läuft ers anders herum. Die Verlage bedienen sich nämlich einer ekelhaften Doppelmoral, wie sich aktuell am Beispiel des Hamburger Abendblattes besehen lässt: Nutzer sollen für das HA im Internet zahlen, den &#8220;bösen&#8221; Googlebot aber lässt man ohne dies auf die Seiten. Das HA scheint den Nutzen der Suchmaschinenindexierung also höher zu werten als sonstige Äußerungen gegen Google vermuten lassen. Fragt sich also, wer da von wem profitiert. Im Ergebnis sieht der Google-Nutzer die Artikel ohne zu zahlen, nur von Deppen wird folglich kassiert, und am Ende steigt dadurch die Bedeutung von Suchmaschinen noch an.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-645</link>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 23:46:30 +0000</pubDate>
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		<description>Nee, Micha, also Abmahnwahn hat für mich überhaupt nichts mit Kommerzialisierung zu tun. Eher etwas mit unterbeschäftigten Anwälten.

Ansonsten find ichs schon legitim, mit dem Internet irgendwie Geld verdienen zu wollen aber das stößt spätestens dann an seine Grenzen, wenn dafür Spezialgesetze aus dem Hut gezaubert werden sollen. Aber wenn jemand - wie zum Beispiel unsere hiesige Zeitung, das Hamburger Abendblatt - versucht, sein Produkt im Internet zu verkaufen, dann soll er halt. Ich glaube zwar, dass das in die Hose geht aber so wie es okay (aber dumm) ist, seine Inhalte gar nicht ins Netz zu stellen, ist es selbstverständlich okay (aber dumm), dafür Geld zu verlangen.

Ich denke, dass sich auch langfristig vor allem Werbe- oder Spendenfinanzierte Projekte durchsetzen werden. Ich mag mich auch irren aber diese Modelle funktionieren ja bereits. Die, die das noch nicht so sehen oder sehen wollen sind häufig große Medienhäuser - deren Strukturen natürlich auf ganz andere Geschäfte ausgerichtet sind. 

Das Netz hat keinen vorherbestimmten Sinn und Zweck. Das Netz ist zu guten Teilen genau das, was seine Teilnehmer daraus machen - das kann selbstverständlich auch kommerziell sein aber staatliche Eingriffe, um das Netz zu diesem oder jenem machen zu wollen brauchen wir sicher nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nee, Micha, also Abmahnwahn hat für mich überhaupt nichts mit Kommerzialisierung zu tun. Eher etwas mit unterbeschäftigten Anwälten.</p>
<p>Ansonsten find ichs schon legitim, mit dem Internet irgendwie Geld verdienen zu wollen aber das stößt spätestens dann an seine Grenzen, wenn dafür Spezialgesetze aus dem Hut gezaubert werden sollen. Aber wenn jemand &#8211; wie zum Beispiel unsere hiesige Zeitung, das Hamburger Abendblatt &#8211; versucht, sein Produkt im Internet zu verkaufen, dann soll er halt. Ich glaube zwar, dass das in die Hose geht aber so wie es okay (aber dumm) ist, seine Inhalte gar nicht ins Netz zu stellen, ist es selbstverständlich okay (aber dumm), dafür Geld zu verlangen.</p>
<p>Ich denke, dass sich auch langfristig vor allem Werbe- oder Spendenfinanzierte Projekte durchsetzen werden. Ich mag mich auch irren aber diese Modelle funktionieren ja bereits. Die, die das noch nicht so sehen oder sehen wollen sind häufig große Medienhäuser &#8211; deren Strukturen natürlich auf ganz andere Geschäfte ausgerichtet sind. </p>
<p>Das Netz hat keinen vorherbestimmten Sinn und Zweck. Das Netz ist zu guten Teilen genau das, was seine Teilnehmer daraus machen &#8211; das kann selbstverständlich auch kommerziell sein aber staatliche Eingriffe, um das Netz zu diesem oder jenem machen zu wollen brauchen wir sicher nicht.</p>
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	<item>
		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-644</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 12:05:59 +0000</pubDate>
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		<description>dabei fällt mir ein: boite unterschreibt die epetition gegen die abzocke bei Abmahnungen.  https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8308</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>dabei fällt mir ein: boite unterschreibt die epetition gegen die abzocke bei Abmahnungen.  <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8308" rel="nofollow">https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8308</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Micha</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-643</link>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 11:59:45 +0000</pubDate>
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		<description>Das ganze Thema wird meiner Meinung nach von der falschen Seite aufgezogen.
Das Internet diente von je her der kostenlosen Verbreitung von Wissen. Dem Internet fehlen von der reinen Struktur her schon Mechanismen zur geregelten Verbreitung geschützter Inhalte.

Der grundlegende Fehler ist bei den Verlagen und der Content-Industry im allgemeinen zu suchen.
Mitte/Ende der &#039;90er hat man sich nahezu blauäugig über das Internet gestürzt, in der Hoffnung auf neue Märkte. Jeder wollte was von dem Kuchen abhaben.
Die haltlosen Versprechen von theoretisch Milliarden potentieller neuer Kunden war in der Tat auch sehr verlockend.
Nun, ca. 15 Jahre später, merkt man, dass alles nur eine riesengroße, leere Blase war. Dass man seinen eigenen, teuer hergestellten Content praktisch für lau an die ganze Welt abgibt, Inhalte massenhaft kopiert und verteilt werden. Das Internet funktioniert nun mal exakt so wie es gedacht war.
Freie Informationen für jederman.

Das hätte man vorher wissen können. Nein. Man _hat_ es vorher gewusst.
Man hat sich nur von Gewinnerwartungen blenden lassen und sicherlich auch die Folgen nicht verstanden oder zumindest unterschätzt.

Das Internet ist kein Raum um Geld zu verdienen. Es ist eine riesige Kommunikationsplattform. Wer dort Inhalte einstellt, gibt sie theoretisch für jeden Menschen auf der Welt her und billigt die unkontrollierbare Vervielfältigung.
Wer das anders sieht, hat den Sinn und die Funktionsweise des Internets nicht verstanden.

Natürlich könnten viele Verlage nicht mehr ohne das Internet existieren. Man würde sie praktisch nicht mehr beachten, wenn man ihre Inhalte nicht mehr abrufen könnte.
Genau hier liegt das Dilemma. 
Die Verlage, die das Internet durch ihren freizügigen Umgang mit jeglichen Informationen überhaupt erst so groß und interessant gemacht haben, bemängeln nun, dass sie sich damit ihr eigenes finanzielles Grab geschaufelt haben.
Und statt nun den geordneten Rückzug anzutreten, will man dem Internet Techniken aufzwingen die nur halbherzig funktionieren, weil das Internet ursprünglich eben genau nicht dafür geschaffen wurde Informationen künstlich zurückzuhalten.
Statt sich aus dem Internet zurückzuziehen und auf altbewährte Print-Medien zurückzugreifen, will man das Internet mit Pay-Content, Zugangsschranken und Abmahnwellen zerstören oder zumindest für nen normalen Nutzer unbrauchbar machen.
Ganz nach der Devise, wenn wir schon untergehen, soll das Internet mit sterben.

Man traut sich ja heutzutage schon gar nicht mehr, eigene Projekte frei ins Internet zu stellen, weil man Angst haben muss, dass die Freiheit des Netzes vorallem von Anwälten benutzt wird, die jeden Hauch von Kreativität unterbinden. Und sei es nur, dass man eine Farbe oder eine Schriftart verwendet hat, die sich irgendein Großkonzern mal hat schützen lassen, oder man in eigenen Programmen irgendwelche Programmzeilen verwendet, die man vor Jahren mal in irgendeinem Buch gelesen hat.
Man sieht sich überall nur noch mit scheinbaren Urheberrechten und Trivialpatenten konfrontiert. Auch wenn es für viele mathematische Probleme nur eine handvoll Lösungswege gibt, muss man sich vorher aufwändig informieren, ob man damit nicht mglw. schon Urheberrechte verletzt. Ohne (eigentlich illegales) reverse Engineering tappt man so ungeahnt in Fallen, die man nicht sehen kann.
Überall im Netz hocken Schaaren von Abmahnanwälten, die nur darauf warten, dass man einen kleinen Fehler macht, um dann mit Schadensersatzforderungen an dich zu treten, die du als unbedarfter Hobby-Programmierer freilich zu Lebzeiten nicht mehr erfüllen kannst.

Als jemand, der das Internet schon nutzte, als dort fast jeder noch jeden kannte, bedauere ich sehr, dass das Netz immermehr kommerzialisiert wird.
Das konterkariert den Sinn und Zweck des Netzes und abseits interessanter freischaffender Inhalte wie diesem hier, fühle ich mich nicht mehr wohl im Netz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ganze Thema wird meiner Meinung nach von der falschen Seite aufgezogen.<br />
Das Internet diente von je her der kostenlosen Verbreitung von Wissen. Dem Internet fehlen von der reinen Struktur her schon Mechanismen zur geregelten Verbreitung geschützter Inhalte.</p>
<p>Der grundlegende Fehler ist bei den Verlagen und der Content-Industry im allgemeinen zu suchen.<br />
Mitte/Ende der &#8217;90er hat man sich nahezu blauäugig über das Internet gestürzt, in der Hoffnung auf neue Märkte. Jeder wollte was von dem Kuchen abhaben.<br />
Die haltlosen Versprechen von theoretisch Milliarden potentieller neuer Kunden war in der Tat auch sehr verlockend.<br />
Nun, ca. 15 Jahre später, merkt man, dass alles nur eine riesengroße, leere Blase war. Dass man seinen eigenen, teuer hergestellten Content praktisch für lau an die ganze Welt abgibt, Inhalte massenhaft kopiert und verteilt werden. Das Internet funktioniert nun mal exakt so wie es gedacht war.<br />
Freie Informationen für jederman.</p>
<p>Das hätte man vorher wissen können. Nein. Man _hat_ es vorher gewusst.<br />
Man hat sich nur von Gewinnerwartungen blenden lassen und sicherlich auch die Folgen nicht verstanden oder zumindest unterschätzt.</p>
<p>Das Internet ist kein Raum um Geld zu verdienen. Es ist eine riesige Kommunikationsplattform. Wer dort Inhalte einstellt, gibt sie theoretisch für jeden Menschen auf der Welt her und billigt die unkontrollierbare Vervielfältigung.<br />
Wer das anders sieht, hat den Sinn und die Funktionsweise des Internets nicht verstanden.</p>
<p>Natürlich könnten viele Verlage nicht mehr ohne das Internet existieren. Man würde sie praktisch nicht mehr beachten, wenn man ihre Inhalte nicht mehr abrufen könnte.<br />
Genau hier liegt das Dilemma.<br />
Die Verlage, die das Internet durch ihren freizügigen Umgang mit jeglichen Informationen überhaupt erst so groß und interessant gemacht haben, bemängeln nun, dass sie sich damit ihr eigenes finanzielles Grab geschaufelt haben.<br />
Und statt nun den geordneten Rückzug anzutreten, will man dem Internet Techniken aufzwingen die nur halbherzig funktionieren, weil das Internet ursprünglich eben genau nicht dafür geschaffen wurde Informationen künstlich zurückzuhalten.<br />
Statt sich aus dem Internet zurückzuziehen und auf altbewährte Print-Medien zurückzugreifen, will man das Internet mit Pay-Content, Zugangsschranken und Abmahnwellen zerstören oder zumindest für nen normalen Nutzer unbrauchbar machen.<br />
Ganz nach der Devise, wenn wir schon untergehen, soll das Internet mit sterben.</p>
<p>Man traut sich ja heutzutage schon gar nicht mehr, eigene Projekte frei ins Internet zu stellen, weil man Angst haben muss, dass die Freiheit des Netzes vorallem von Anwälten benutzt wird, die jeden Hauch von Kreativität unterbinden. Und sei es nur, dass man eine Farbe oder eine Schriftart verwendet hat, die sich irgendein Großkonzern mal hat schützen lassen, oder man in eigenen Programmen irgendwelche Programmzeilen verwendet, die man vor Jahren mal in irgendeinem Buch gelesen hat.<br />
Man sieht sich überall nur noch mit scheinbaren Urheberrechten und Trivialpatenten konfrontiert. Auch wenn es für viele mathematische Probleme nur eine handvoll Lösungswege gibt, muss man sich vorher aufwändig informieren, ob man damit nicht mglw. schon Urheberrechte verletzt. Ohne (eigentlich illegales) reverse Engineering tappt man so ungeahnt in Fallen, die man nicht sehen kann.<br />
Überall im Netz hocken Schaaren von Abmahnanwälten, die nur darauf warten, dass man einen kleinen Fehler macht, um dann mit Schadensersatzforderungen an dich zu treten, die du als unbedarfter Hobby-Programmierer freilich zu Lebzeiten nicht mehr erfüllen kannst.</p>
<p>Als jemand, der das Internet schon nutzte, als dort fast jeder noch jeden kannte, bedauere ich sehr, dass das Netz immermehr kommerzialisiert wird.<br />
Das konterkariert den Sinn und Zweck des Netzes und abseits interessanter freischaffender Inhalte wie diesem hier, fühle ich mich nicht mehr wohl im Netz.</p>
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	<item>
		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2009/12/23/schutzt-meine-leistung/comment-page-1/#comment-639</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 08:34:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://print-wuergt.de/?p=357#comment-639</guid>
		<description>@jan: die Einteilung hat aber nicht Wolfgang Michal erfunden, sondern die Koalition, in deren Vertrag von &quot;Presseverlagen&quot; die Rede ist. Das wird der Gesetzgeber auszugestalten haben (und ich werde alles tun, mit meinem Blog ein &quot;Presseverlag&quot; zu werden...).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jan: die Einteilung hat aber nicht Wolfgang Michal erfunden, sondern die Koalition, in deren Vertrag von &#8220;Presseverlagen&#8221; die Rede ist. Das wird der Gesetzgeber auszugestalten haben (und ich werde alles tun, mit meinem Blog ein &#8220;Presseverlag&#8221; zu werden&#8230;).</p>
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	</item>
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