Irgendwas bleibt immer hängen, so traurig das ist, und meiner Meinung nach ist Oliver Bierhoff bei seinen Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung beim DFB recht tapsig in ein offenes Messer gerannt. Was allerdings nichts daran ändert, dass das Niveau der Vorwürfe gegen ihn lächerlich ist und der ganze Streit Kampagnencharakter hat. Aber, ganz ehrlich, es ist mir letztlich egal. Nicht egal ist etwas anderes: Die Bereitschaft von Medien, falsche Informationen zu verbreiten. So lästert zum Beispiel der ehemalige Torwart-Titan Oliver Kahn, den eine schöne, alte Feindschaft mit Bierhoff verbindet, mit der nur ihm möglichen Abschätzigkeit, Bierhoff solle doch erst einmal die Strukturen des DFB verstehen, bevor er zum Beispiel ein Mitspracherecht bei der Besetzung des Nationaltrainerpostens verlange, denn für dieses Recht müsse man schließlich Mitglied im DFB-Präsidium sein. Spiegel Online verbreitet das in einem Video (ab etwa 1:45 Min.), in dem es vor allem um den Imageschaden für Bierhoff geht. Dass Bierhoffs Ruf dabei durch das Video selbst weiter leidet ist klar. Insofern wäre es vielleicht schlau gewesen, vorher wenigstens einmal die Vorwürfe von Kahn zu prüfen, bevor man sie verbreitet: Im Präsidium des DFB ist Oliver Bierhoff schon seit mehr als zwei Jahren.





10 Antworten bis jetzt ↓
1 Muriel // Feb 8, 2010 at 15:20
Whoa, Alter, prüfen, Niveau, Informationen? Klingt nach Arbeit. Entspann dich mal.
2 Peter // Feb 8, 2010 at 16:58
Toller Artikel, sowas liebe ich, aber veredelt wird der ganze Artikel noch durch den ersten Kommentar darunter, große Klasse LOL
3 recipient // Feb 9, 2010 at 08:21
Das Bierhoff-Bashing hat ja schon Tradition bei DFB, DFL, Fans und Medien. Dennoch: Wer in Zeiten von Wirtschaftskrise, Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit wie ein Banker auftritt, darf sich nicht wundern, auch wie ein solcher behandelt zu werden. Professionalisierung ist gut, sollte aber nicht ausschließlich nach den Kriterien und mit dem Habitus einer Unternehmensberatung betrieben werden. Schon gar nicht bei einer Institution wie der Fußball-Nationalmannschaft.
4 Muriel // Feb 9, 2010 at 10:00
@recipient: Öhm… Wie werden denn Banker behandelt? Nur, damit ich es richtig mache, wenn mir der nächste begegnet…
5 recipient // Feb 9, 2010 at 12:32
@ Muriel: Wo waren Sie die letzten 18 Monate?
Egal, einfach mal bei Paperball nach dem Stichwort “Banker” suchen. Da kann man sich dann eine Meinung aussuchen. Oder mit etwas Mehraufwand auch eine eigene bilden.
6 Quint Essence // Feb 9, 2010 at 13:42
Hm zwei Kommentare, beide deuten von Witz, Charme, messerscharfem Verstand und permanenter Reflexion….Muriel darf ich dich kennenlernen
??
7 Muriel // Feb 9, 2010 at 18:10
@recipient: Ach so…
@Quint Essence: Oy, vielen Dank. Mich darf jeder gerne kennenlernen, dafür liegt ja der Link hinter meinem Namen. Ich freue mich jederzeit über deinen Besuch, und noch ein bisschen mehr über jeden Kommentar dort.
8 treets // Feb 9, 2010 at 19:49
Drei Wünsche frei mit der Signing Fee:
1) mehr Geld für mich
2) mehr Geld für die anderen
3) alles hört auf mein Kommando
Hat der Herr Bierhoff wohl ´n Eigentor geschossen.
9 mikis // Feb 9, 2010 at 19:54
Aber genau das sage ich auch immer!
Allerdings hört da auch nie jemand auf mich …
10 Huge // Feb 10, 2010 at 15:02
Und das Kahn-Bashing? Bierhoff hat sich das selbst anzukreiden.
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