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	<title>Kommentare zu: Das Riekelsche Gesetz</title>
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	<description>Michalis Pantelouris über das Drucken von Wörtern und Bildern auf Papier für Geld</description>
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		<title>Von: fritzderköter</title>
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		<dc:creator>fritzderköter</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 22:12:17 +0000</pubDate>
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		<description>Im Fall von Willy Brandt sollte man allerdings eines nicht vergessen: es gab VS-Dossiers über sein Privatleben und dieses Wissen hat ihn nicht nur belastet, sondern auch seine Entscheidung zum Rücktritt mit beeinflusst. Da haben allerdings ganz andere Kaliber Regie geführt als die Detektiv-Laienspielschar in Berlin, im Falle Brandts saß man sozusagen &quot;von Amts wegen&quot; vor dem Schlüsseloch....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Fall von Willy Brandt sollte man allerdings eines nicht vergessen: es gab VS-Dossiers über sein Privatleben und dieses Wissen hat ihn nicht nur belastet, sondern auch seine Entscheidung zum Rücktritt mit beeinflusst. Da haben allerdings ganz andere Kaliber Regie geführt als die Detektiv-Laienspielschar in Berlin, im Falle Brandts saß man sozusagen &#8220;von Amts wegen&#8221; vor dem Schlüsseloch&#8230;.</p>
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		<title>Von: royse</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1202</link>
		<dc:creator>royse</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 21:44:59 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr neckisch ist ja auch der Hinweis der Bunten, sie habe mehr Einzelverkäufe als der Stern. Das soll wohl heißen: Je besser ein Blatt sich verkauft, desto weniger darf es kritisiert werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr neckisch ist ja auch der Hinweis der Bunten, sie habe mehr Einzelverkäufe als der Stern. Das soll wohl heißen: Je besser ein Blatt sich verkauft, desto weniger darf es kritisiert werden.</p>
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		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1198</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 15:32:37 +0000</pubDate>
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		<description>Wahnsinn, da haben ein paar Praktikanten in der Rechtsabteilung sicher die ganze Nacht dran gesssen. Und Frau Riekel argumentiert inzwischen unter einer Menge Nebelkerzen tatsächlich damit, dass etwas automatisch richtig sein muss, wenn es in den USA gemacht wird. Dabei wüsste sie, wenn sie einen letzten Hauch journalistischer Ehre verspüren würde, dass die Regel ganz einfach ist. Und dass sie sie gebrochen hat und gehen muss. 

Die Frau ist vorbei. Weil sie, warum auch immer, dachte sie wäre so weit, dass sie die Regeln macht. Trauriges Ende.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wahnsinn, da haben ein paar Praktikanten in der Rechtsabteilung sicher die ganze Nacht dran gesssen. Und Frau Riekel argumentiert inzwischen unter einer Menge Nebelkerzen tatsächlich damit, dass etwas automatisch richtig sein muss, wenn es in den USA gemacht wird. Dabei wüsste sie, wenn sie einen letzten Hauch journalistischer Ehre verspüren würde, dass die Regel ganz einfach ist. Und dass sie sie gebrochen hat und gehen muss. </p>
<p>Die Frau ist vorbei. Weil sie, warum auch immer, dachte sie wäre so weit, dass sie die Regeln macht. Trauriges Ende.</p>
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		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1195</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 14:27:59 +0000</pubDate>
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		<description>Frau Riekel zu den Aufgaben der Presse:
http://www.burda-news.de/content/brief-von-patricia-riekel-renate-künast</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Frau Riekel zu den Aufgaben der Presse:<br />
<a href="http://www.burda-news.de/content/brief-von-patricia-riekel-renate-künast" rel="nofollow">http://www.burda-news.de/content/brief-von-patricia-riekel-renate-künast</a></p>
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		<title>Von: teekay</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1189</link>
		<dc:creator>teekay</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 15:48:56 +0000</pubDate>
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		<description>Hier in England steht ja die News of the World in der Kritik, die eine Detektei angeheuert hatte, um Handys von hunderten von Prominenten auszuspionieren...mehr als mittelhohe Wellen hat der Skandal nicht geschlagen und ohne die Berichterstattung vom Guardian waeren deutlich weniger Details ans Licht gekommen. Murdoch und seine Presseorgane halten sich da sehr bedeckt und auch in der Oeffentlichkeit erfaehrt man wenig, obwohl das noch eine Stufe ueber den Vorwuerfen gegen die Bunte steht. Interessant auch der nachstehende Kommentar: Illegale Ueberwachung wurde nicht etwa fuer &#039;richtige&#039; Skandale genutzt, sondern &#039;nur&#039; fuer ein bisschen celebrity Quatsch...

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/feb/26/news-of-the-world-phone-hacking</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier in England steht ja die News of the World in der Kritik, die eine Detektei angeheuert hatte, um Handys von hunderten von Prominenten auszuspionieren&#8230;mehr als mittelhohe Wellen hat der Skandal nicht geschlagen und ohne die Berichterstattung vom Guardian waeren deutlich weniger Details ans Licht gekommen. Murdoch und seine Presseorgane halten sich da sehr bedeckt und auch in der Oeffentlichkeit erfaehrt man wenig, obwohl das noch eine Stufe ueber den Vorwuerfen gegen die Bunte steht. Interessant auch der nachstehende Kommentar: Illegale Ueberwachung wurde nicht etwa fuer &#8216;richtige&#8217; Skandale genutzt, sondern &#8216;nur&#8217; fuer ein bisschen celebrity Quatsch&#8230;</p>
<p><a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/feb/26/news-of-the-world-phone-hacking" rel="nofollow">http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/feb/26/news-of-the-world-phone-hacking</a></p>
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		<title>Von: Jack</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1187</link>
		<dc:creator>Jack</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 13:15:10 +0000</pubDate>
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		<description>Und mal was ganz anderes: Es muss: &quot;Das Riekel`sche Gesetz&quot; heißen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und mal was ganz anderes: Es muss: &#8220;Das Riekel`sche Gesetz&#8221; heißen</p>
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		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1185</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 11:17:45 +0000</pubDate>
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		<description>@Joachim Graf: Es gibt aber eine weitere Kategorie, an die sich Journalisten bisher gehalten haben – den Kodex. Gibt ein Informant zum Beispiel Informationen &quot;Unter drei&quot; weiter, dürfen sie nur als Hintergrundinformationen genutzt und nicht zitiert werden, &quot;Unter zwei&quot; bedeutet, sie dürfen ohne Namensnennung (&quot;wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen …&quot;) und nur &quot;Unter eins&quot; wird das Zitat auch einer identifizierbaren Person zugeordnet. Das ist weder ein Gesetz noch eine gesellschaftliche Regel, und es konnte nur indirekt dadurch geahndet werden, dass gegen den Kodex verstoßende Journalisten Karriereprobleme bekamen. Aber es hat funktioniert, natürlich vor allem als Selbstschutz. Dieser Mechanismus muss hier auch greifen, denn unabhängig von einer gesellschaftlichen Ächtung oder einem juristischen Vorgehen der Bespitzelten gegen den Burda-Verlag verlangt es der Selbsterhaltungstrieb der Branche, dass unsere Regeln eingehalten werden. Alles andere ist nicht nur unfein, sondern auch ein schleichender Selbstmord.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Joachim Graf: Es gibt aber eine weitere Kategorie, an die sich Journalisten bisher gehalten haben – den Kodex. Gibt ein Informant zum Beispiel Informationen &#8220;Unter drei&#8221; weiter, dürfen sie nur als Hintergrundinformationen genutzt und nicht zitiert werden, &#8220;Unter zwei&#8221; bedeutet, sie dürfen ohne Namensnennung (&#8220;wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen …&#8221;) und nur &#8220;Unter eins&#8221; wird das Zitat auch einer identifizierbaren Person zugeordnet. Das ist weder ein Gesetz noch eine gesellschaftliche Regel, und es konnte nur indirekt dadurch geahndet werden, dass gegen den Kodex verstoßende Journalisten Karriereprobleme bekamen. Aber es hat funktioniert, natürlich vor allem als Selbstschutz. Dieser Mechanismus muss hier auch greifen, denn unabhängig von einer gesellschaftlichen Ächtung oder einem juristischen Vorgehen der Bespitzelten gegen den Burda-Verlag verlangt es der Selbsterhaltungstrieb der Branche, dass unsere Regeln eingehalten werden. Alles andere ist nicht nur unfein, sondern auch ein schleichender Selbstmord.</p>
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		<title>Von: Joachim Graf</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1184</link>
		<dc:creator>Joachim Graf</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 11:02:45 +0000</pubDate>
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		<description>1. Es gibt ein gesellschaftliches &quot;So etwas tut man nicht&quot; (Den Nachbarn umbringen. Kleine Kunder ficken. Banken überfallen. Auf die Straße scheißen.) Diese gesellschaftliche Übereinkunft nennt sich &quot;Moral&quot;.

2. Wer gesellschaftliche Übereinkünfte bricht, gilt als unmoralisch und wird gesellschaftlich geächtet. 

3. Medien treiben sich öfter an der Grenzlinie der Moral herum. Aber bisher war niemand so unmoralisch (sic!) und hat diese Grenze als nicht existent definiert.

4. Wer das tut ist sozusagen meta-unmoralisch - also amoralisch. Und dies gilt auch für die Chefs dieser Person - in diesem Fall für die Burda-Verlagsleitung.

Die Folge: Siehe 2.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1. Es gibt ein gesellschaftliches &#8220;So etwas tut man nicht&#8221; (Den Nachbarn umbringen. Kleine Kunder ficken. Banken überfallen. Auf die Straße scheißen.) Diese gesellschaftliche Übereinkunft nennt sich &#8220;Moral&#8221;.</p>
<p>2. Wer gesellschaftliche Übereinkünfte bricht, gilt als unmoralisch und wird gesellschaftlich geächtet. </p>
<p>3. Medien treiben sich öfter an der Grenzlinie der Moral herum. Aber bisher war niemand so unmoralisch (sic!) und hat diese Grenze als nicht existent definiert.</p>
<p>4. Wer das tut ist sozusagen meta-unmoralisch &#8211; also amoralisch. Und dies gilt auch für die Chefs dieser Person &#8211; in diesem Fall für die Burda-Verlagsleitung.</p>
<p>Die Folge: Siehe 2.</p>
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		<title>Von: Harry</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1183</link>
		<dc:creator>Harry</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:59:51 +0000</pubDate>
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		<description>Ich weiß, dass es dem Baum völlig egal ist, wenn sich das Wildschwein an ihm kratzt. Aber wenn sich viele Wildschweine heftig am Baum kratzen, juckt es ihn irgendwann doch. Will sagen: Ich lese weder die Bunte (überhaupt nicht) noch die BILD noch schaue ich RTL und Konsorten. Und nehme damit meine Macht als &quot;Konsument&quot; wahr. Ich hoffe, dass ich nicht alleine damit bin und nicht alleine damit bleibe.  Denn das einzige, was für diese Medien zählt, sind Auflage und Einschaltquote. Sicher werden deren Methoden kurzzeitig noch fieser und ekelhafter, wenn die Auflage sinkt - aber danach ist hoffentlich Ruhe.
**Plopp* Traum geplatzt. Es wird nix helfen*</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß, dass es dem Baum völlig egal ist, wenn sich das Wildschwein an ihm kratzt. Aber wenn sich viele Wildschweine heftig am Baum kratzen, juckt es ihn irgendwann doch. Will sagen: Ich lese weder die Bunte (überhaupt nicht) noch die BILD noch schaue ich RTL und Konsorten. Und nehme damit meine Macht als &#8220;Konsument&#8221; wahr. Ich hoffe, dass ich nicht alleine damit bin und nicht alleine damit bleibe.  Denn das einzige, was für diese Medien zählt, sind Auflage und Einschaltquote. Sicher werden deren Methoden kurzzeitig noch fieser und ekelhafter, wenn die Auflage sinkt &#8211; aber danach ist hoffentlich Ruhe.<br />
**Plopp* Traum geplatzt. Es wird nix helfen*</p>
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	<item>
		<title>Von: mikis</title>
		<link>http://print-wuergt.de/2010/02/28/423/comment-page-1/#comment-1182</link>
		<dc:creator>mikis</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:06:25 +0000</pubDate>
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		<description>Das Beispiel mit Kai Diekmann und der Bild ist genau anders gemeint gewesen, im Sinne von: Nicht einmal die Bild dürfte sich das erlauben – denn natürlich sind das meistens die mit den skrupellosesten Geschichten. Aber für mich geht es, ehrlich gesagt, vor allem um ein Detail, das vielleicht etwas nerdig wirkt: Ich bin selbst Journalist und ich bin grundsätzlich ein Vertreter der öffentlichen Information. Ich glaube nicht, dass Journalisten objektiv sein sein können, ich glaube nicht, dass sie schlauer sind als andere und deshalb halte ich sie grundsätzlich für kein bisschen geeigneter als jeden anderen Menschen, zu entscheiden, welche Information sie publizieren und welche nicht. Ich weiß, dass manche Kollegen sich als Hüter von irgendetwas fühlen und den Wissensvorsprung vor der &quot;gemeinen Bevölkerung&quot; genießen, dass es in vielen Bereichen inzwischen selbstverständlich ist, bestimmte Informationen zu haben, von denen es heißt &quot;das kannst du aber nicht schreiben&quot;. Ich halte das für problematisch, weil eben niemand die Kontrolleure kontrolliert, aber ich kann das Dilemma nicht lösen. Journalismus ist in keinem Bereich sauber. Er hat in den meisten Bereichen keine ganz sauber zu ziehenden Regeln, von der PR (darf man eine ganzseitige Geschichte über ein einziges Auto schreiben?) bis zur Sprache (des einen Freiheitskämpfer ist des anderen Terrorist). Aber ein paar einfache, eindeutige Regeln gibt es doch, wenn auch zum Teil ungeschriebene, das macht sie nicht weniger gültig. So darf der Journalist zum Beispiel seine Quellen nicht verraten. Und das Privatleben von Politikern ist tabu (außer sie steigen, wie Scharping damals, für den Fotografen selbst in den Pool, weil sie bescheuert sind). Darauf muss man sich verlassen können. Das heißt für mich nicht, dass diese Regeln umfassend sind, ausreichend oder sonst irgendetwas. Es heißt nur, dass sie gelten. Und wenn Frau Riekel behauptet, es sei anders, dann verletzt sie eine der Grundvereinbarungen der Berichterstattung in diesem Land und gehört nicht in den Job, den sie hat.
Diese Regel lässt keinen Ermessensspielraum, sie greift auch nicht über auf andere. Vieles von dem, was die Bild-Zeitung tut ist sicher ähnlich schmierig und oft auch verwerflich, aber diesen Kodex bricht nicht einmal die Bild-Zeitung. Insofern tun mir viele Promis- und Nicht-Promis, die in die Fänge vor allem der Boulevard-Medien geraten, oft leid. Und die Verfehlungen werden auch zu recht u.a. vom Bildblog aufgezeigt. Aber für mich als Journalisten fallen sie, selbst wenn sie mir nicht gefallen, in den genannten Graubereich der Regellosigkeit einer freien Presse, aus der es keinen Ausweg gibt, weil er von der Integrität der einzelnen Kollegen abhängt. Das gilt aber nicht, wenn die Bunte das Privat- und Intimleben von Spitzenpolitikern ausspähen lässt. Da gibt es eine klare, eindeutige Linie. Sie ist überschritten worden, und dafür gehört Frau Riekel entlassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Beispiel mit Kai Diekmann und der Bild ist genau anders gemeint gewesen, im Sinne von: Nicht einmal die Bild dürfte sich das erlauben – denn natürlich sind das meistens die mit den skrupellosesten Geschichten. Aber für mich geht es, ehrlich gesagt, vor allem um ein Detail, das vielleicht etwas nerdig wirkt: Ich bin selbst Journalist und ich bin grundsätzlich ein Vertreter der öffentlichen Information. Ich glaube nicht, dass Journalisten objektiv sein sein können, ich glaube nicht, dass sie schlauer sind als andere und deshalb halte ich sie grundsätzlich für kein bisschen geeigneter als jeden anderen Menschen, zu entscheiden, welche Information sie publizieren und welche nicht. Ich weiß, dass manche Kollegen sich als Hüter von irgendetwas fühlen und den Wissensvorsprung vor der &#8220;gemeinen Bevölkerung&#8221; genießen, dass es in vielen Bereichen inzwischen selbstverständlich ist, bestimmte Informationen zu haben, von denen es heißt &#8220;das kannst du aber nicht schreiben&#8221;. Ich halte das für problematisch, weil eben niemand die Kontrolleure kontrolliert, aber ich kann das Dilemma nicht lösen. Journalismus ist in keinem Bereich sauber. Er hat in den meisten Bereichen keine ganz sauber zu ziehenden Regeln, von der PR (darf man eine ganzseitige Geschichte über ein einziges Auto schreiben?) bis zur Sprache (des einen Freiheitskämpfer ist des anderen Terrorist). Aber ein paar einfache, eindeutige Regeln gibt es doch, wenn auch zum Teil ungeschriebene, das macht sie nicht weniger gültig. So darf der Journalist zum Beispiel seine Quellen nicht verraten. Und das Privatleben von Politikern ist tabu (außer sie steigen, wie Scharping damals, für den Fotografen selbst in den Pool, weil sie bescheuert sind). Darauf muss man sich verlassen können. Das heißt für mich nicht, dass diese Regeln umfassend sind, ausreichend oder sonst irgendetwas. Es heißt nur, dass sie gelten. Und wenn Frau Riekel behauptet, es sei anders, dann verletzt sie eine der Grundvereinbarungen der Berichterstattung in diesem Land und gehört nicht in den Job, den sie hat.<br />
Diese Regel lässt keinen Ermessensspielraum, sie greift auch nicht über auf andere. Vieles von dem, was die Bild-Zeitung tut ist sicher ähnlich schmierig und oft auch verwerflich, aber diesen Kodex bricht nicht einmal die Bild-Zeitung. Insofern tun mir viele Promis- und Nicht-Promis, die in die Fänge vor allem der Boulevard-Medien geraten, oft leid. Und die Verfehlungen werden auch zu recht u.a. vom Bildblog aufgezeigt. Aber für mich als Journalisten fallen sie, selbst wenn sie mir nicht gefallen, in den genannten Graubereich der Regellosigkeit einer freien Presse, aus der es keinen Ausweg gibt, weil er von der Integrität der einzelnen Kollegen abhängt. Das gilt aber nicht, wenn die Bunte das Privat- und Intimleben von Spitzenpolitikern ausspähen lässt. Da gibt es eine klare, eindeutige Linie. Sie ist überschritten worden, und dafür gehört Frau Riekel entlassen.</p>
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