Wenn Zeitungen dumm machen

3. Juni 2011

Ich würde gerne ein kleines Gedanken-Experiment machen unter einer Prämisse: Nehmen wir für den Moment einmal kurz an, Aufklärung würde etwas nützen. Dann wäre es sinnvoll, Menschen korrekte Informationen zukommen zu lassen, damit sie auf der Grundlage dieser Informationen vernünftige Entscheidungen treffen können. Bis hierhin ist es noch relativ einfach.

Aber kommen wir dann einmal zur Realität: Die Rating-Agentur Moody’s hat das so genannte Credit Rating für Griechenland am Mittwoch noch einmal herabgestuft irgendwo in die Region der Kreditwürdigkeit einer Salatbar in Zeiten von EHEC. Und Ihre Tageszeitung hat darüber berichtet. Nehmen wir für dieses Experiment einmal an, Sie lesen die Süddeutsche Zeitung – wozu man ja im Prinzip nur gratulieren kann, das ist eine großartige Zeitung –, dann haben Sie zum Beispiel diesen Text gelesen, in dem es heißt:

Die Entscheidung, Griechenland vom Niveau B1 auf Caa1 herabzustufen, hänge mit dem erhöhten Risiko zusammen, dass Athen seine Finanzkrise nicht ohne Umschuldung in den Griff bekomme, erklärte ein Moody’s-Vertreter. Außerdem erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenlands Geber, die sogenannte Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF), die Freigabe ihrer Finanzhilfe an die Bedingung knüpfen könnten, dass private Kreditgeber sich an der Umschuldung beteiligen.

Und das ist alles korrekt. Es entspricht in etwa einer Zusammenfassung der von Moody’s genannten Hauptauslöser („main triggers“) für die Herabstufung. Man muss allerdings nicht einmal die ganze Pressemitteilung lesen, um darauf zu kommen, das hier etwas fehlt. Der Satz, den die Süddeutsche mit „dem erhöhten Risiko“ zusammenfasst, „dass Athen seine Finanzkrise nicht ohne Umschuldung in den Griff bekomme“, geht im Original so:

The increased risk that Greece will fail to stabilise its debt position, without a debt restructuring, in light of (1) the ever-increasing scale of the implementation challenges facing the government, (2) the country’s highly uncertain growth prospects and (3) a track record of underperformance against budget consolidation targets.

Ein aufmerksamer Leser könnte jetzt denken: Die drei in Klammern gefassten Zahlen könnten etwas bedeuten! Tatsächlich tun sie das auch. Sie verweisen auf die Begründungen für die Analyse, und es hätte sich gelohnt, die zehn Minuten zu opfern, sie durchzulesen. Denn da steht zum Beispiel:

In light of recent comments by EU and IMF officials, Moody’s believes that Greece is running out of options, and that heightened implementation risk inherent in any new programme also increases the probability of a default event. […]
Further fiscal austerity is likely to deepen and prolong the recession and further undermine domestic political support for the reform programme.

Kurz: Das Risiko ist gestiegen, dass Griechenland weitere Unterstützung von EU und Währungsfond braucht, verbunden mit wieder neuen Bedingungen. Diese Bedingungen sind einer der Gründe, warum Moody’s schlechtere Aussichten sieht. Oder, auf gut deutsch: Griechenland spart jetzt schon zu viel. Neue Sparziele von EU und IWF werden es nur noch schlimmer machen.

Sollten Sie zum Beispiel Online den Financial Informer des Handelsblatts lesen, haben Sie das erfahren. In der Süddeutschen und nach meinem – stark begrenzten – Überblick den meisten anderen Zeitungen nicht nicht. Die FAZ macht es kein Stück besser. Und das ist problematisch, wenn man Moody’s Begründungen liest:

Moody’s believes that the public discussion about current policy options — including the possibility that financial assistance to Greece may be delayed or suspended — indicates that officials‘ cost-benefit analysis of a Greek restructuring is shifting.

Denn spätestens hier beißt sich die Katze in den Schwanz: die Politik reagiert selbstverständlich überall in Europa auf das, was ihre Bevölkerung will. Besonders Angela Merkel als Vertreterin der wichtigsten europäischen Volkswirtschaft reagiert ja schon offensichtlich getrieben von der von ihr antizipierten Volksmeinung. Und die Volksmeinung beruht gezwungenermaßen in weiten Teilen auf den Informationen, die veröffentlicht werden – das ist die „public discussion“, auf die Moody’s sich bezieht. Beruht die „öffentliche Diskussion“ auf falschen Voraussetzungen, dann muss Moody’s das in ihrem Rating berücksichtigen, und die Diskussion nimmt eine weitere Spirale nach unten: Je lauter unsere Politiker das Märchen von der Heilung durch eisernes Sparen weiter verbreiten, umso schlechter wird das Credit Rating für Griechenland. Aber Merkel und Konsorten verbreiten es weiter, weil es im Volk ankommt – medial aufbereitet unter anderem von unseren Zeitungen.

Es bleibt dabei: Die in weiten Teilen katastrophal schlechte Berichterstattung vieler deutscher Medien hat einen direkten Einfluss auf die Lage Griechenlands und Europas. Sie hat die Krise natürlich nicht ausgelöst (genauso wenig wie die angeblichen Luxusrentner in Griechenland, von denen in den deutschen Medien zwar gerne geredet wurde, aber immer noch kein einziger präsentiert), aber sie trägt direkt dazu bei, eine inzwischen ganz offensichtlich falsche Politik immer weiter zu treiben. Das ist das Ergebnis dieses Experiments: Selbst schlaue Zeitungen können dumm machen.

Wie es besser geht, wenn man zum Beispiel Pressemitteilungen bis zum Ende liest und sich dann auch noch eigene Gedanken macht, zeigt zum Beispiel Thomas Fricke heute in der Financial Times Deutschland.

PS. Und noch ein Satz aus der Moody’s-Analyse für all die Experten, die es schon von Anfang an besser wussten: „Nevertheless, Moody’s does not believe that a restructuring of Greece’s debt is inevitable.“

22 Kommentare

Michalis: Dass die meisten Wirtschaftsjournalisten keine Ahnung haben, hatte ich in meinem letzten Kommentar schon angedeutet. Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum du dich über die Berichterstattung so aufregst, denn:

Viel schlimmer ist doch, dass Griechenland ins Grab heruntergestuft wird, während zum Vergleich die USA mit einem Schuldenberg, der pro Kopf deutlich höher als der Griechenlands ist, immer noch auf AAA thronen darf. Und das, obwohl das Schuldenlimit von 14.3 Billionen Dollar erreicht ist und die Vereinigten Staaten de jure insolvent sind.

*Das* ist der eigentliche Skandal in meinen Augen.

by Armin Hierstetter on 3. Juni 2011 at 13:36. #

Und bizarrerweise ist der Unterschied ein rein psychologischer. Der Impuls bei den USA ist: „Die können doch gar nicht pleite gehen!“

Bei Griechenland war es die ganze Zeit: „Die werden das sowieso nie zurückzahlen!“

Wie die Realität aussieht, interessiert gar nicht. Sondern nur, wie sie sich anfühlt.

by mikis on 3. Juni 2011 at 13:40. #

[…] Pantelouris Bild gewinnt. Gegen den Journalismus und Wenn Zeitungen dumm machen Mikis gleich zweimal. Es lohnt sich. Noch mehr Hintergrund hat Niels Kadritzke: Die griechische […]

by Glanzlichter 68 « … Kaffee bei mir? on 3. Juni 2011 at 17:33. #

„Je lauter unsere Politiker das Märchen von der Heilung durch eisernes Sparen weiter verbreiten, umso schlechter wird das Credit Rating für Griechenland. Aber Merkel und Konsorten verbreiten es weiter, weil es im Volk ankommt – medial aufbereitet unter anderem von unseren Zeitungen.“

Bringen wir es endlich auf den Punkt, (bevor wir vor lauter Analysen, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen):

Zeitungen, Journalisten und Politker sind gekauft. Sie vertreten die Interessen ….?
Na? Wessen Interessen wohl?
Schauen wir uns noch mal den Quandt-Preis an. Dämmert’s?

Die einzige WICHTIGE FRAGE, die offen bleibt ist nur: Was, zum Teufel, haben die vor?!

Wenn man mit dieser Frage auf Griechenland blickt und sich die „Kredit-Verträge“ anguckt, wird man feststellen, dass die gegen geltendes VÖLKERRECHT VERSTOSSEN.

Die Verträge hat eine englische Anwaltskanzlei aufgesetzt und es wird englisches Recht angewandt. Kein griechisches, kein kontinental-europäisches.

Ich frage also noch mal: WAS, ZUM TEUFEL, HABEN DIE VOR?

by Lina on 3. Juni 2011 at 21:17. #

[…] Michalis Pantelouris informiert zuverlässig und unermüdlich über die Einzelheiten zur griechischen Krise, von denen man sonst kaum erfährt. Ich stimme ihm nicht immer in allem zu, aber sein Post zum Bericht der Rating-Agentur Moody’s ist schon arg lesenswert: „Es bleibt dabei: Die in weiten Teilen katastrophal schlechte Berichterstattung vieler deutsch… […]

by Restebloggen zum Wochenende (69) « überschaubare Relevanz on 4. Juni 2011 at 11:00. #

@2
Die USA
1. sind die größte Volkswirtschaft und wohlhabenste Nation der Erde
2. haben großen politischen Einfluss
3. haben mit Abstand die größten militärischen Kapazitäten
4. können zur Not ihre eigenen Dollars drucken.

Der Vergleich hinkt einfach. Amiland steckt in einer tiefen Krise, steht aber nicht so knapp vor einem Schuldenschnitt wie die Griechen und hat auch ganz andere Möglichkeiten, die eigenen (wirtschaftlichen) Interessen durchzusetzen.

Und auch intuitiv betrachtet:
Wenn du Griechenland Geld leihst, wo die jetzt im Prinzip schon Pleite sind und alle von Schuldenschnitt sprechen, dann ist das Ausfallrisiko ungleich höher als wenn du Amiland was leihen würdest. Das liegt auch daran, dass der Euro stabiler ist als der Dollar. Dem Ami Geld zu leihen, das er sich zwecks Rückzahlung selber drucken kann, ist einfach weniger riskant, als einem armen kleinen Land, das Schulden in einer (relativ) hoch bewerteten Währung, auf die sie keinen direkten Einfluss hat.

by daMasta on 7. Juni 2011 at 11:03. #

Zu Erstens: Die USA sind schon lange nicht mehr die größte Volkswirtschaft und auch schon lange nicht mehr das wohlhabenste Land. (Auch wenn medial und von den USA selbst diese Bild erzeugt wird.)
zu Zweitens: Geld ist Macht und die liegt immer mehr in der Hand Chinas.
Zu Drittens: Na und? Was nützt großes Militär, wenn die Menschen verhungern?
Zu Viertens: Die Regierung kein KEIN eigenes Geld drucken. Diese Macht haben sie in die Hände der FED gegeben, die sich die Dollar teuer bezahlen lässt. Darum sind die USA ja pleite.
Außerdem zahlt Griechenland momentan alle Fälligen Zahlungen gewissenhaft, darum hat u.a. gerade Deutschland kräftig profitiert.

by @daMasta on 7. Juni 2011 at 12:10. #

@7: Welche Informationen haben Sie im Gegensatz zum IWF, dass die USA mit einem BIP von ca. 14 Bio. USD nichtmehr größte Volkswirtschaft der Welt sind?

Sie behaupten, die USA seien pleite. Zeigen Sie mir einen Artikel, in dem berichtet wird dass die USA fällige Schuldverpflichtungen nicht einlösen konnte.

Kreditwürdigkeit wird vielleicht einfach durch mehr bestimmt als durch Staatsverschuldung in Relation zum BIP. Die USA haben nach wie vor eine absolut tragende Rolle in der Welt. Die Tendenz mag ja in eine andere Richtung gehen (BRIC-Staaten), status quo ist jedoch dass eine Pleite der USA absolut katastrophale Folgen für die Weltwirtschaft hätte. Keiner der großen Player – auch China nicht – kann das wollen. Vielleicht beruht eben darauf ja die Kreditwürdigkeit der USA, trotz schuldenberg?

Griechenland hingegen… aber das zu sagen endet wahrscheinlich, auch von sonstigen Verfechtern einer sachlichen Diskussion oder Berichterstattung, mit emotionalen „Argumenten“.

by Malte on 7. Juni 2011 at 17:32. #

China hätte die USA überholt wenn Peking den Renminbi auf das Niveau seiner Stärke aufwerten würde. (und man die verdeckte Wirtschaft einrechnet)

Die USA waren „knapp“ vor einer Haushaltsperre, das ist nicht direkt Pleite, aber hat erstmal ähnliche Auswirkungen.

Und ja, das Geld druckt die FED, also im Prinzip die Gemeinschaftliche Vertretung der Großbaken. Morgan Stanley und Goldman Sachs durcken also im Prinzip die Dollars.
Wenn man also die Großbanken in eine erneute kriese zwänge, dann würde der Dollar abgehen wie nochmal was.

by Chickenfood on 7. Juni 2011 at 22:21. #

[…] Moodys mit der letzten Griechenland-Herabstufung gemeint hat und was davon in den Medien und bei uns angekommen […]

by dimis » Blog Archive » Moodys und die Medien on 7. Juni 2011 at 23:35. #

[…] Wenn Zeitungen dumm machen Ich würde gerne ein kleines Gedanken-Experiment machen unter einer Prämisse: Nehmen wir für den Moment einmal kurz an, Aufklärung würde etwas nützen. Dann wäre es sinnvoll, Menschen korrekte Informationen zukommen zu lassen, damit sie auf der Grundlage dieser Informationen vernünftige Entscheidungen treffen können. Bis hierhin ist es noch relativ einfach. Aber kommen wir dann einmal zur Realität: Die Rating-Agentur Moody’s hat das so genannte Credit Rating für Griechenland am Mittwoch noch einmal herabgestuft irgendwo in die Region der Kreditwürdigkeit einer Salatbar in Zeiten von EHEC. Und Ihre Tageszeitung hat darüber berichtet. Nehmen wir für dieses Experiment einmal an, Sie lesen die Süddeutsche Zeitung – wozu man ja im Prinzip nur gratulieren kann, das ist eine großartige Zeitung –, dann haben Sie zum Beispiel diesen Text gelesen, in dem es heißt: […] Quelle: Print Würgt […]

by Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website on 8. Juni 2011 at 08:44. #

[…] viaWenn Zeitungen dumm machen. […]

by Wenn Zeitungen dumm machen « TJS-Telegramm on 8. Juni 2011 at 10:59. #

(genauso wenig wie die angeblichen Luxusrentner in Griechenland, von denen in den deutschen Medien zwar gerne geredet wurde, aber immer noch kein einziger präsentiert)

Charity-Lady driving Charity-Cadillac. Das war ein Hauptpunkt in Ronald Reagans erster Präsidentschaftwahlkampagne. Daraufhin suchte man diese ominösen Sozialhilfeempfängerinnen, die sich Cadillacs leisten können, man hat sie aber leider nicht gefunden.

by lebowski on 8. Juni 2011 at 11:26. #

@Chickenfood
> das Geld druckt die FED, also im Prinzip die Gemeinschaftliche Vertretung der Großbaken

Stimmt so nicht, die FED steht neben der Treasury auf Seiten der Regierung. Banken wie Goldman auf der Privatseite.

Die USA können nur Pleite gehen, wenn sie es schaffen, das Land komplett zu deindustrialisieren, ansonsten druckt die Staatsseite halt Geld, wenn das Ausland als Gegenwert für seine Exporte in die USA etwas haben will.

Jedem, der einen Überblick über die moderne Geldtheorie (mittels FIAT-Geld) haben möchte, seien die „Debriefing 101″-Artikel im Blog von Bill Mitchell empfohlen.
bilbo.economicoutlook.net/blog/?page_id=1667

by viosz on 8. Juni 2011 at 14:59. #

Zu den Vergleichen USA vs. Griechenland:

Die US-Bundesregierung ist monetär souverän. Sie ist die Betreiberin des US$-Geldsystems und kann deshalb nicht zahlungsunfähig werden.

Das hat nichts damit zu tun, wie groß die US-Volkswirtschaft ist, oder welche politische Rolle die USA in der Welt spielen. Es hat einfach nur damit zu tun, dass alle von der US-Bundesregierung ausgegebenen Papiere auf US$ laufen. Gleiches gilt für Großbritannien, Island, Japan, etc.

Staaten, die Schuldpapiere nur in ihrer eigenen Währung ausgeben, können nicht zahlungsunfähig werden.

Griechenland verschuldet sich in Euro, was effektiv eine Fremdwährung ist, da der Euro nicht von Griechenland kontrolliert wird.

Ich habe darüber hier ausführlicher geschrieben: http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html

Außerdem empfehle ich wie ein früherer Kommentar auch Bill Mitchells Blog: http://bilbo.economicoutlook.net/blog/

by Nicolai Hähnle on 8. Juni 2011 at 16:01. #

@viosz

die FED gehört nicht dem Staat, und könnte somit als Privatbank bezeichnet werden. Und auf Seiten der Regierung steht sie bestimmt nicht.

by renrew on 8. Juni 2011 at 16:11. #

@renew
Wem gehört die FED denn dann? Bernanke ganz privat? Wer hat Bernanke eigentlich zum Chef der FED ernannt? Vielleicht Obama himself?
Hast Du schon einmal das Wort „Federal“ in FED übersetzt?

Nur die EMU leistet sich so eine masochistische Konstruktion wie die EZB, damit neoliberale Doktrien wie „Sparen in der Krise“ und „unbedingter Erhalt der Arbeitslosigkeit zur Entmachtung der Angestellten“ von einer scheinbar politisch unabhängigen „Institution“ kommen.

by viosz on 8. Juni 2011 at 17:50. #

Die Fed gehört den amerikanischen Großbanken, nicht der Regierung.
Das Direktorium wid allerdings vom Präsidenten eingesetzt. Die FED ‚informiert‘ den kongress über ihre Geldpolitik, sie frage nicht um erlaubnis. DAs Tagesgescäft (Wie viel drucken wir heute) steht NICHT unter der kontrolle staatlicher Gremien.

by Chickenfood on 8. Juni 2011 at 18:54. #

@chickenfood:
können wir uns darin einigen, dass die FED zwischen Regierung und der Öffentlichkeit steht?
Ein schöner Artikel dazu:
bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=9922

by viosz on 9. Juni 2011 at 01:17. #

[…] Ein wunderbarer Artikel mit dem Titel „Wenn Zeitungen dumm machen“ über die gegenseitige, gewollte oder ungewollte Beeinflussung von Politik und Finanzwelt ist bei http://www.print-wuergt.de zu lesen. […]

by Wenn Zeitungen dumm machen « ansichtssache on 9. Juni 2011 at 11:10. #

„Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.“

Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008), aus „Profile der Zukunft“

Es gibt Kindergarten-Diskussionen und Diskussionen für Erwachsene. Erstere beschäftigen sich mit der a priori sinnlosen Frage, ob es noch eine andere Möglichkeit für das zivilisierte Zusammenleben geben könnte als die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft = freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), die der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916 vollständig und widerspruchsfrei beschrieben hatte (alle „Gegenargumente“ basieren auf Vorurteilen und Denkfehlern) und die Ludwig Erhard noch nicht durchsetzen konnte, weil ihm die „katholische Soziallehre“ in die Quere kam; letztere behandeln die überaus interessante Frage, warum es Kindergarten-Diskussionen sogar noch im 21. Jahrhundert gibt (wobei die „hohe Politik“, so genannte „Wirtschaftsexperten“ und der „hohe Journalismus“ noch nicht einmal bis zum „Niveau“ der Kindergarten-Diskussionen vorgedrungen sind).

Die Ursache ist eine veraltete Programmierung des kollekiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Geld machte (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Anderenfalls hätte das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, gar nicht erst entstehen können! Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift) mutierte, und die uns – unabhängig vom so genannten Glauben – alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich „Auferstehung“: http://www.deweles.de/willkommen.html

by Stefan Wehmeier on 13. Juni 2011 at 17:51. #

@ Nicolai

„Griechenland verschuldet sich in Euro, was effektiv eine Fremdwährung ist, da der Euro nicht von Griechenland kontrolliert wird.“

Streng genommen ist der Euro für alle Euroländer eine Fremdwährung. Trotzdem wird der Euro kontrolliert. Von wem nur?

Gut nachdenken, bevor Du antwortest, bitte.
Und denk auch über den neuen EZB-Mario-Goldmann- Jungen nach……

Und dann frage Dich doch bitte, wie er gewählt wurde und von wem?

Fragen über Fragen…..

by Lina on 26. Juni 2011 at 23:54. #

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